Naxos Music Library Computer mit Lichterkette

Weihnachten ohne Bach – geht das!?

„Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage!“ Bachs Weihnachtsoratorium gehört in der Advents- und Weihnachtszeit zu den am häufigsten aufgeführten und gehörten klassischen Stücken. Auch ich kam schon mehrfach in den Genuss, mit Chören diese berühmten Worte zu singen. Gleichzeitig habe ich mich immer gefragt, warum diese Komposition so überpräsent ist. Es gibt doch so viele schöne andere Weihnachtsstücke. Also habe ich mich mal in die Tiefen der Naxos Music Library (NML) begeben, in die ich euch gerne mitnehmen möchte.

Zunächst habe ich mich mit meinem Bibliotheksausweis in der Naxos Music Library angemeldet. Wie das geht, seht ihr hier.

Die erste Frage ist: „Wo soll ich bloß anfangen!?“ Da ich, wie gesagt, selbst in einem klassischen Kirchenchor singe, habe ich zunächst nach meinem Lieblingsstück „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg gesucht. Dieses zweiteilige Oratorium wurde 1894 komponiert. Auch diese Information hat mir die NML ausgespuckt, nachdem ich über die Personensuche ins Werksverzeichnis Einblick genommen habe. Weiterhin zeigt mir diese Seite im Kopfbereich auch eine kurze Zusammenfassung über sein Wirken und die zeitliche Einordnung in die Romantik. Somit bekomme ich einen Anhaltspunkt, wen ich passend dazu noch heraussuchen kann: weitere Komponisten der Romantik.

Leider bietet die NML zwar keine Komponistensuche nach Epochen an, aber im Reiter Materialien wurde ich im Wörterbuch tatsächlich fündig. Da die NML eine ursprünglich englische Plattform ist, ist auch das Wörterbuch primär Englisch. Also lasse ich mir die Seite über die „Romantic Era“, die Romantische Epoche, anzeigen. Wie in einem guten Lexikon ist der Text gespickt mit Querverweisen. Für mich interessanter sind allerdings die am Ende angehängten und zahlreichen Hörbeispiele, die mir weitere Komponisten der Romantik vorschlagen. Unter anderem stoße ich dabei auf Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann.

Auf den Spuren der Romantiker

Für ersteren ist die Komponistenbiografie schon deutlich ausführlicher verfasst. Interessant ist aber wieder das Werksverzeichnis. Da Mendelssohn ein sehr aktiver und beliebter Komponist war und ist, ist dieses doch eher umfangreich. Daher filtere ich nach „Choral – Sacred“, also geistlicher Chormusik. In dieser Liste fallen mir vor allem drei Werke ins Auge: Das Christus-Oratorium, dessen erster Teil die Geburt behandelt, das Magnificat in D-Dur (ein Advents-Klassiker) und „Vom Himmel hoch“. Auch wenn es kein klassisches Advents- und Weihnachtsstück ist, füge ich der Liste noch „Verleih‘ uns Frieden“ hinzu. Immerhin ist doch insbesondere die Zeit um die Jahreswende eine Zeit, in der wir friedlich miteinander leben wollen.

Bei Schumann konnte ich wieder auf mein Chorrepertoire zurückgreifen. Auch wenn er eher als Lied- und Instrumentalkomponist bekannt ist, hat Robert Schumann auch ein kleines Adventlied geschrieben. In dem Zusammenhang habe ich mich an ein Konzert erinnert, in dem wir neben Schumann auch die Weihnachtskantate „Der Stern von Bethlehem“ von Joseph Gabriel Rheinberger aufgeführt haben.

Das Ergebnis: Zwei Playlisten zum Träumen

Ich möchte euch jetzt nicht weiter mit der Technik langweilen, wie man Ideen für einen Weihnachtsfestkreis ohne Bach findet. Lieber habe ich euch aus meinen Ideen und Suchergebnissen einen weihnachtlichen Ohrenschmaus zusammengestellt, den ihr ab sofort in der NML unter dem Reiter Playlists findet.

Vielleicht nur noch kurz als Fußnote: Ich habe nicht nur romantische Stücke zusammengesucht, sondern auch Stücke, die ich persönlich stark mit Advent und Weihnachten verbinde oder über die ich über eine allgemeine Suche mit den Stichworten „Christmas“, „Weihnachten“ und „Advent“ in der NML gestoßen bin. Und ganz ehrlich: Es hat sich auch ein Johann Sebastian Bach mit eingeschlichen. Ganz ohne ihn ist Weihnachten wohl doch nicht denkbar.

Viel Spaß beim Hören und Träumen und natürlich friedliche Weihnachten!

Wollt ihr mehr zur Naxos Musik Library wissen? Dann schaut in unsere anderen Beiträge rein.

The following two tabs change content below.
Bettina S. (c) Stadtbibliothek Erlangen

Bettina

Schon von klein auf haben mich die Vielfalt an Welten, in die mich Bücher entführen, und die Ordnung von Bibliotheken in ihren Bann gezogen. So bin ich in meiner Traumausbildung gelandet und fühle mich einfach zuhause. Sollte ich doch mal meine Nase aus dem spannenden Thriller oder dem gefühlvollen Manga stecken, wandle ich gerne mit meiner Kamera auf den Spuren der kleinen und großen Wunder der Natur, für deren Erhaltung ich mich aktiv einsetze. #wildnisimfokus #booklove #traumwelten
Bettina S. (c) Stadtbibliothek Erlangen

Neueste Artikel von Bettina (alle ansehen)


Beitrag veröffentlicht am

in

, ,

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert