Was erzählen alltägliche Bilder über Zukunftsenergien? Ein Gastbeitrag von Katja Iberl und Antonia Villinger über ein studentisch organisiertes Ausstellungsprojekt in der Stadtbibliothek Erlangen.
Am 18. November 2025 eröffnete eine Lesung die Vernissage „The Art of Energy“ die von Studierenden der FAU Erlangen-Nürnberg gestaltete Pop-Up-Ausstellung.



Vorgestellt wurden aktuelle Texte der Gegenwartsliteratur, die von Studierenden der FAU und der Universität Bamberg und zwei Jugendlichen aus dem Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen verfasst wurden. Die thematische Klammer der Texte war die Auseinandersetzung mit dem Thema Zukunftsenergie. Die Texte entstanden in kreativen Schreibworkshops, die vom Autor Lucas Fassnacht geleitet wurden.


Die Ausstellung präsentiert die künstlerische Auseinandersetzung mit der Energie unserer Zukunft. Alle Exponate wurden von den Studierenden im Seminarkontext erarbeitet. Dazu zählten unter anderem: Kreative Inszenierungen von Text-Bild-Beziehungen, bei denen literarische Texte mit passenden Fotografien in Dialog treten. So wurden die Texte „Hoffnungsschimmer“ und „Wie wirkt diese Begegnung im Herzen der Frau weiter?“ von einer Fotografie begleitet, die ihre zentrale Thematik visuell aufgreift.
Auch die Bevölkerung wurde einbezogen: Die Frage, welches Wort mit „Zukunftsenergie“ verbunden wird, inspirierte die Texte „Wandel“, „Hoffnung“, „Zusammenhalt“ und „Neue Kräfte“. Die Texte wurden von Porträtbildern begleitet.
Darüber hinaus entstanden ,,Glasgefäße der Emotionen“, die symbolisch unterschiedliche Gefühle spiegeln, die zwischenmenschliches Agieren begleiten.
Ein weiteres Ausstellungsstück war eine Leinwand, die verschiedene künstlerische Interpretationen zwischenmenschlicher Energie vereint und diese mithilfe einer Lichterkette zu einem symbolischen Energienetz verbindet.
Eine zusätzliche kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Zukunftsenergie“ bildete die Kurzgeschichte „Das Verschwinden“, die von einer Illustration begleitet wurde. Abschließend ermöglicht die Installation eines jugendlichen Schreibtisches einen Perspektivwechsel: Sie eröffnete einen Blick auf aktuelle klimapolitische Themen aus der Sicht junger Menschen.

Die Studierenden entschieden sich für Darstellungen zwischenmenschlicher Energie, tiefgründige und dystopische Wirklichkeiten, die Sicht aus den Augen eines Jugendlichen sowie poetische Beobachtungen des Alltags verbinden sich zu einem facettenreichen Gesamtbild.
Die Ausstellung lud dazu ein, die Beziehung zwischen Energie, Krise und Zukunft neu zu denken, eigene Perspektiven zu reflektieren und sich auf ein künstlerisches wie poetisches Erleben einzulassen.
Nach einer herzlichen Begrüßung und Dankesworten an die Stadtbibliothek, an Lucas Fassnacht für die engagierte Unterstützung sowie an das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Wissenschaft im Dialog und das Amt für Umweltschutz und Energiefragen Erlangen für ihre Förderung, wurde die Lesung eröffnet.

Die Studierenden, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Teilnehmende trugen dabei ihre Texte vor. Im Anschluss lud die Vernissage die Gäste dazu ein, die Ausstellung zu besichtigen und sich bei bereitgestellten Snacks und Getränken zu stärken.
Die Pop-Up-Ausstellung konnte vom 20. bis 22. November 2025 in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek und zu deren Öffnungszeiten besichtigt werden.
Die Ausstellung war Teil des Seminars „Energy meets Crisis. Climate Fiction in der Gegenwart“, das von Dr. Antonia Villinger an der FAU Erlangen-Nürnberg angeboten wurde und das zum Forschungsprojekt „The Art of Energy. Zukunftsenergie in Literatur und Film“ zählt. Das Projekt wird vom Hochschulwettbewerb 2025 gefördert, der von Wissenschaft im Dialog organisiert und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird.
Redaktion
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