Wolf Haas entführt die Lesenden in „Wackelkontakt“ erneut in seine unnachahmlich skurrile Welt, in der Krimi und Komik miteinander verschmelzen. Mit seinem besonderem Humor und der ihm eigenen Sprache verwebt er die Geschichten der zwei Hauptfiguren überraschend miteinander und liefert damit beste Unterhaltung.
Worum geht es?
Trauerredner Franz Eschers Steckdose hat einen Wackelkontakt. Er wartet auf einen Elektriker und um sich die Zeit zu vertreiben, liest er ein Buch über den Mafioso Elio Russo. Elio wiederum sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Entlassung. Er will mit seiner kriminellen Vergangenheit abschließen und hat Aussicht auf eine neue Identität mittels eines Zeugenschutzprogramms. Als Kronzeuge hat er einige Leute verraten und fürchtet um sein Leben. Aus Angst liegt er nachts wach und liest ein Buch über einen gewissen Escher, der auf einen Elektriker wartet. Im weiteren Verlauf kommt der Elektriker durch Franz Escher aus Versehen ums Leben.
Mein Fazit
Wollt ihr wissen, wie es mit der außergewöhnlichen Krimigeschichte und dem Mörder wider Willen weitergeht und in welchem Zusammenhang Elio Russo zu all dem steht? Dann empfehle ich euch das Buch mit den zwei parallelen Geschichten, die sich quasi gegenseitig lesen, wärmstens. Originell ist Wolf Haas‘ Anspielung auf den gleichnamigen Maler M. C. Escher, dessen Werke optische Täuschungen darstellen, ineinander verwoben, wie unsere Geschichtenstränge. Und nicht zuletzt das überraschende Ende macht diesen Roman zu einem richtig guten Haas!
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Wolf Haas: Wackelkontakt / Hanser, 2025. – 239 Seiten
Susann
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