Ein letzter Sommer im alten Ferienhaus wird für die Familie Starling zum Wendepunkt: Ein tragischer Unfall bringt verdrängte Geheimnisse ans Licht. Intensiv, ehrlich und weit mehr als nur ein leichter Sommerroman.
Worum geht es?
Ein letztes Mal treffen sich die Starlings, Lisa und Richard und ihre beiden erwachsenen Söhne Thad und Michael mit ihren Partner*innen in dem Haus am See, in dem sie bisher alle ihre Sommer verbracht haben. Lisa und Richard wollen das Sommerhaus verkaufen und ihren Lebensabend in Florida verbringen.
Ein Unfall am ersten Tag ihrer Ferien, dessen Augenzeuge sie werden und bei dem ein kleiner Junge ertrinkt, fungiert als Katalysator und bringt Lügen, Selbsttäuschungen und Familiengeheimnisse an die Oberfläche.
Der Tod des Jungen bringt Lisa und Richard den Schmerz über den Tod ihrer erstgeborenen Tochter wieder nahe, die sie ihren Söhnen immer verheimlicht haben.
Michael bekämpft seine Minderwertigkeitskomplexe mit Alkohol und fühlt sich von der ungeplanten Schwangerschaft seiner Frau überrumpelt.
Thad lebt in offener Beziehung mit seinem Partner, bei der für ihn die Verlustängste dominieren und mit der er nicht klarkommt.
Mein Fazit
David James Poissant erzählt intensiv und schonungslos aus wechselnder Perspektive der einzelnen Familienmitglieder und lässt uns tief in das Beziehungsgefüge eintauchen.
Das Cover lässt einen leichten Sommerroman erwarten, doch dieser Roman entpuppt sich als grandios geschriebene Beobachtung von Zerwürfnissen und Zusammenhalt einer Familie, wobei der Schluss etwas zu gefällig gerät.
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David James Poissant: Sommerhaus am See / btb, 2024. – 380 Seiten
Claudia
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