Kreativ, liebevoll und mit ganz viel Herz: Theresa erzählt in ihrem Beitrag, wie aus einer ersten Idee ihr BFD-Projekt entstanden ist – kleine Oster-Basteltüten für Kinder mit Geschichte, Überraschung und Bastelspaß. Wie sie die Inhalte ausgewählt, geschrieben, gebastelt und über 60 Tüten gepackt hat, lest ihr hier!
Ideenfindung
Zu Beginn meines FSJ-Projekts stand ich vor der Frage: Was genau möchte ich umsetzen? Das war gar nicht so einfach, denn die Möglichkeiten in der Bibliothek sind riesig. Welche Zielgruppe wollte ich ansprechen? Sollte mein Projekt vor Ort stattfinden oder eher extern? Etwas Kreatives, Spielerisches oder doch eher Wissensvermittlung? Eine Kollegin aus der Kinderbibliothek gab mir schließlich einen tollen Impuls: Warum nicht etwas zu Ostern gestalten? Schließlich war zu dieser Zeit auch sonst kein spezielles Angebot von der Kinderbibliothek aus geplant.
Im Herbst und an Fasching habe ich bei den Bastelaktionen mitgeholfen, was mir sehr viel Freude bereitet hat. Deshalb und weil ich auch selbst gerne kreativ bin war mir dann schnell klar, dass mein Projekt ein kreatives Angebot sein sollte. So entstand die Idee, kleine Ostertüten zusammenzustellen, die Bastelmaterial, eine kleine Geschichte und weitere Überraschungen enthalten sollten und von den Kindern mitgenommen werden konnten.
Zuerst sammelte ich Ideen für den Inhalt der Tüten. Ich versuchte meine Vorstellungen realistisch zu halten, da ich auf jeden Fall eine größere Anzahl von Tüten machen wollte und das Zusammenstellen sonst zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte. Die fertige Liste beinhaltete eine selbstgeschriebene Vorlesegeschichte, ein Ausmal- und ein Zahlen-verbinden-Bild, Material und Anleitung für eine Bastelei, ein Stift der Stadtbibliothek und ein Schokololli.
Vorbereitung
Zu Beginn gestaltete sich die Suche nach einem passenden Bastelangebot als ziemlich zeitaufwändig. Die Materialien mussten in die Tüte, die auch nicht wirklich groß sein sollte, passen und es sollte möglichst wenig andere Werkzeuge benötigt werden. Unter diesen Voraussetzungen gab es nicht mehr so viele Möglichkeiten und daher entschied ich mich für ein Leseecke aus Papier.


Zum einen hatte das einen Bezug zur Bibliothek und zum anderen wurde das Thema Ostern sehr schön aufgegriffen. Dafür kaufte ich dann ausreichend Origami-Papier und fing an die Vorlagen für die Ohren abzumalen.
Die Kurzgeschichte zu schreiben stellte sich als deutlich komplexer heraus als ich zu Beginn dachte. Zuerst einmal las ich mir ein paar Geschichten als Inspiration durch und begann dann in Stichpunkten meine Ideen zusammenzufassen. Darauf aufbauend fing ich einfach mal an los zu schreiben, um die anfängliche Blockade zu überwinden. Langsam, aber sicher entstand so ein Text. Ich überarbeitete ihn mehrere Male und musste ihn noch stark kürzen und vereinfachen. Das fiel mir tatsächlich ziemlich schwer, da ich nicht gewohnt war für Kinder zu schreiben, aber mithilfe einer Kollegin gelang mir das schlussendlich ganz gut.
In der Ostergeschichte geht es um den Hasen Paul, der am Ende eine Nachricht in der Bibliothek hinterlässt. Als kleines „Easteregg“ habe ich diese Karte ausgedruckt und in die beschriebene Leseecke geklebt – ein kleiner Schatz für die Kinder zum Entdecken.
Eines der aufwändigsten Dinge bei dem ganzen Projekt war das Zusammenstellen der Tüten. Alles musste sorgfältig eingerollt und verpackt werden – bei rund 60 Tüten hat das doch einiges an Zeit in Anspruch genommen.
Durchführung
Am ersten Samstag in den Osterferien wurden die Ostertüten dann gegenüber vom Eingang der Kinderbibliothek positioniert. Darüber hing noch ein Plakat, damit Interessierte auch wussten, um was es bei den Tüten ging und was diese ungefähr beinhalteten. Schon in den ersten zwei Stunden waren gut zweidrittel der Tüten weg. Wir haben den Trog nur langsam nachgefüllt, da sonst nichts mehr für Montag übriggeblieben wäre. Die Rückmeldung der Kinder und Familien waren alle sehr positiv und ein paar haben auch schon gleich die Nachricht vom Hasen Paul entdeckt.


Fazit
Es hat mich sehr gefreut, wie gut mein Projekt bei den Kindern angekommen ist. Auch wenn in der Vorbereitungsphase ein paar Hürden aufgetaucht sind, hat am Ende alles gut geklappt.
Weitere Projekte
Wenn es euch interessiert, was andere Freiwilligendienstler*innen für ein Projekt in der Stadtbibliothek durchgeführt haben, lest gerne auch die Blogbeiträge zu den Projekten ehemaliger FSJler*innen und BFDler*innen. 😊
Über mich
Ich heiße Theresa und bin 19 Jahre alt. Seit September 2024 mache ich mit Luisa zusammen einen Bundesfreiwilligendienst in der Stadtbibliothek Erlangen. Da ich schon in meiner Kindheit viel Zeit zwischen den Regalen der Kinderbibliothek verbracht habe, hat es mich natürlich sehr gefreut, als ich die Möglichkeit bekommen habe, auch mal hinter den Kulissen mit dabei zu sein.
Redaktion
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