Was tun, wenn man im Bundesfreiwilligendienst ein Projekt starten soll, aber keinen Plan hat? Irgendwas mit Büchern und Menschen sollte es sein. Warum nicht ein Lesepicknick – mitten im Grünen? Wie aus dieser spontanen Idee ein schöner literarischer Nachmittag im Schlossgarten wurde, erfahrt ihr hier.
Idee
Zu Beginn fiel mir die Projektfindung ziemlich schwer. Ich war überfordert und wusste nicht recht, womit ich anfangen sollte. Doch dann erinnerte ich mich an etwas, das mir in meiner Freizeit besonders viel Freude bereitet: das Lesen. Noch mehr liebe ich es, mich mit anderen über Bücher auszutauschen.
So entstand die Idee eines Lesepicknicks. Denn was gibt es Schöneres, als im Sommer bei Sonnenschein im Grünen zu sitzen, gemeinsam zu lesen und ins Gespräch zu kommen? Der Schlossgarten in Erlangen bot dafür die perfekte Kulisse. Mein Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem man in entspannter Atmosphäre über Bücher sprechen und einfach eine gute Zeit miteinander verbringen kann.
Vorbereitungen
Das Wichtigste bei der Vorbereitung war natürlich die Werbung. Ich gestaltete ein Plakat, das an den üblichen Orten in Erlangen aufgehängt wurde, und veröffentlichte einen Beitrag auf Instagram. Wie bei allen Veranstaltungen der Stadtbibliothek wurde auch das Lesepicknick im Veranstaltungskalender unserer Website angekündigt.
Darüber hinaus stellte ich dreizehn Buchempfehlungen aus unserem Bibliotheksbestand zusammen – darunter englische Romane, Fantasy, Krimis und zeitgenössische Literatur. Einige davon mussten bereits einen Monat im Voraus vorbestellt, andere direkt aus den Regalen geholt werden. Die Bücher packte ich in einen Koffer, den ich zum Picknick mitnahm.
Kurz vor der Veranstaltung besorgte ich noch Picknickdecken und Snacks und suchte einen kleinen Plakataufsteller heraus, den ich zur besseren Erkennung am Treffpunkt aufstellte.


Durchführung
Am Tag des Lesepicknicks kaufte ich vormittags frisches Obst, Gemüse und Kekse ein und bereitete einen Teil davon vor. Etwa 15 Minuten vor Beginn fuhr ich mit einem Wagen in den Schlossgarten – beladen mit Snacks, Decken, Buchempfehlungen und dem Plakataufsteller – und baute alles auf.
Kurz nach dem offiziellen Start um 16 Uhr trafen die ersten Teilnehmer*innen ein, und ich kam direkt mit einigen ins Gespräch. Als sich rund 25 Leser*innen eingefunden hatten, machten wir eine kleine Vorstellungsrunde, in der jede*r seinen Namen und das mitgebrachte Buch präsentierte. Danach bildeten sich ganz natürlich kleine Gesprächsgruppen, in denen sich rege ausgetauscht wurde.
Auch meine Buchempfehlungen fanden Interesse – eine Teilnehmerin lieh sich sogar direkt zwei Titel aus. Die Snacks wurden zunächst eher zögerlich angenommen, gegen Ende aber doch gut gegessen. Gegen 20 Uhr verabschiedeten sich die letzten drei Gäste nach einem langen, angenehmen Gespräch.


Fazit
Das Lesepicknick im Schlossgarten war ein voller Erfolg – und hat richtig Spaß gemacht! Das Feedback der Teilnehmer*innen war durchweg positiv. Viele äußerten den Wunsch, dass es solche Veranstaltungen häufiger geben solle. Eine schöne Bestätigung – und eine Motivation, dieses Format weiterzuführen.
Weitere Projekte
Wenn es euch interessiert, was andere Freiwilligendienstler*innen für ein Projekt in der Stadtbibliothek durchgeführt haben, lest gerne auch die Blogbeiträge zu den Projekten ehemaliger FSJler*innen und BFDler*innen. 😊
Über mich
Ich bin Luisa. Schon als Kind war ich von Büchern fasziniert – damals entdeckte ich die Welt der Pferdehofgeschichten, heute sind es vor allem Romane und Fantasy, die mich begeistern. Nach meinem Abitur stand ich vor der Frage, welchen beruflichen Weg ich einschlagen sollte. Ein Freiwilligenjahr in der Stadtbibliothek erschien mir die ideale Gelegenheit, meine Leidenschaft für Bücher mit praktischer Erfahrung zu verbinden und gleichzeitig mehr über die Welt der Literatur zu lernen.
Redaktion
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