Ausstellung Im Fokus Licht SNE Erlangen

Im Fokus: Licht

Licht sichtbar machen – diesem zentralen Thema widmet sich die aktuelle Ausstellung des Fotokreises im SNE. Sie ist vom 16. Juli bis zum 15. September 2026 in der Stadtbibliothek zu sehen.

Licht formt Räume, schafft Stimmungen, lenkt den Blick und verändert unsere Wahrnehmung.

Die gezeigten Arbeiten beschäftigen sich nicht nur mit dem Motiv selbst, sondern auch mit dem, was Licht daraus entstehen lässt: Formen, Strukturen, Farben, Reflexionen und Schatten. Dabei reichen die Fotografien von stimmungsvollen Momentaufnahmen über klare grafische Kompositionen bis hin zu beinahe abstrakten Bildwelten.

Mal tritt das Licht als prägendes Gestaltungselement in Erscheinung, mal offenbart es Details, die im Alltag leicht übersehen werden. Die Bilder laden dazu ein, Vertrautes neu zu entdecken und die vielfältigen Erscheinungsformen des Lichts bewusst wahrzunehmen.

So entsteht ein facettenreicher Blick auf ein Phänomen, das unser Leben täglich begleitet und doch immer wieder überrascht.

Ulrike Hortig, Erlangen, Juli 2026

In seinem Buch „Der letzte Mensch“ schrieb Francis Fukuyama: „Leider sind wir sowohl technisch als auch kreativ am Ende einer Ära der Standfotografie angelangt.“ Doch diese Ausstellung beweist das Gegenteil. Ein Jahr lang haben wir uns dem Thema Licht gewidmet, fotografiert und unsere Bilder intensiv besprochen. Jeder Teilnehmer arbeitete frei, setzte eigene Ideen um und folgte keinem vorgezeichneten Weg. Erst als die Zeit knapp wurde, verdichtete sich das Thema bei jedem und führte zu diesen Ergebnissen. Das ist Standfotografie heute – technisch und kreativ auf höchstem Niveau. 

Natürlich erkennen auch wir, dass die Smartphone-Fotografie immer weiter um sich greift. Auf unserer Ostsee-Reise im Juni sah ich, wie begeistert Seniorinnen und Senioren mit ihren Handys fotografierten. Doch wie viele dieser Handyfotos würden es in diese Ausstellung schaffen? Ich schließe es nicht aus. Mit technischem Können und bewusster Gestaltung entstehen auch damit gute Bilder. Trotzdem konzentrieren wir uns in unseren Kursen „Fotografieren lernen“ stärker auf moderne Systemkameras. Jeder Interessierte kann mitmachen. Vielleicht steht Ihr Name nächstes Jahr in dieser Broschüre – mit Ihren Bildern aus der Ausstellung. 

Der britische Künstler David Hockney, dessen Werke ich seit Langem bewundere, starb am 11. Juni 2026 im Alter von 88 Jahren in London. Während des Corona-Lockdowns riet er: „Fangen Sie an zu zeichnen, statt nur zu fotografieren. Lernen Sie, die Dinge wirklich anzusehen.“ Ein kluger Rat. Oft denke ich daran, wie viele Bilder ich täglich nicht mache, die mir aber im Vorübergehen auffallen und kurz im Kopf bleiben. Dinge, die man schön findet, sprechen einen immer an. Doch es braucht Zeit, sie genau zu beobachten, bevor daraus ein Bild entsteht. Auch das üben wir in unserer Gruppe bei den Bildbesprechungen. 

Neu ist diesmal, dass wir die Fotos direkt auf A1-Postern angeordnet und über eine Druckerei bestellt haben. Das zeigt den Wandel: Digital gedruckte Werke stehen klassischen Laborabzügen in nichts nach. Sie können diese Bilder gern als Poster für Ihr Zuhause bestellen.

Wilhelm Kleinöder, Erlangen, Juli 2026

Die Kooperation zwischen Stadtbibliothek und Mitgliedern der Fotogruppe im Seniorennetz besteht schon viele Jahre. Zahlreiche Ausstellungen wurden gezeigt, zuletzt, Bewegung (2025), Meine Stadt (2024) Kontraste (2023), Fundstücke (2022), Impulse (2021), Vorsicht Glas (2019), Die Faszination von Treppen (2019), Bibliotheken im Wandel der Zeit (2018, mit Ulrike Wiese).

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