Bücherstapel zum Thema Inklusion

Bücher zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Hier erfahrt ihr, warum dieser Tag wichtig ist und welche Bücher wir euch empfehlen.

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wurde 1992 von der Organisation “Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland” (ISL) gestartet.

Dieser Tag macht darauf aufmerksam, dass Menschen mit Behinderung oft auf Barrieren und Benachteiligungen stoßen. Als Gesellschaft sind wir alle gefordert, Barrieren abzubauen, Inklusion zu fördern und Diskriminierung zu bekämpfen. Das Motto der Stadtbibliothek lautet daher: „Alles inklusive“! Soziale und kulturelle Teilhabe sowie barrierefreier Zugang zu Informationen und Bildung für alle liegen uns am Herzen.

Der Europäische Protesttag setzt auch ein Zeichen der Solidarität und des Miteinanders. Zu diesem Anlass haben wir einige empfehlenswerte Bücher zusammengestellt:

1. Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.

Buch: Raul Krauthausen_Wer Inklusion will, findet einen Weg

In seinem neuen Buch wirft Raúl Krauthausen grundsätzliche Fragen zur Inklusion auf, bringt seine Leser*innen dazu, sich mit ihrem eigenen Ableismus auseinanderzusetzen und entwickelt eine Idee davon, wie Inklusion auf allen Ebenen wirklich zu leben ist.

Übrigens: Der Begriff Ableismus bezeichnet die Beurteilung von Menschen anhand ihrer Fähigkeiten, was als behindertenfeindlich angesehen wird.

2. Behindert und stolz

Luisa L'Audace: Behindert und stolz

Luisa L’Audace wächst als einziges behindertes Kind in ihrem Heimatdorf auf. Während andere Kinder Freizeitbeschäftigungen nachgehen, verbringt Luisa viel Zeit in Krankenhäusern, bei Therapien und Spezialist*innen. Als sie mit 14 einen Rollstuhl bekommt, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben frei. Doch mit der neu gewonnenen Mobilität nehmen auch die Anfeindungen zu. Luisa L’Audace erklärt, warum Ableismus uns alle etwas angeht, wie wir ihn aktiv verlernen und zu einer inklusiven Gesellschaft werden können.

3. Mein Leben ist doch cool!

Natalie Dedreux: Mein Leben ist doch cool!

Hier kommt eine Frau mit Down-Syndrom zu Wort. Natalie Dedreux ist Bloggerin und Aktivistin. Bekannt wurde sie durch ihren Auftritt in der Wahlarena, als sie Angela Merkel zur Spätabtreibung behinderter Kinder befragte. In diesem Buch hat sie ihre Gedanken und Ansichten aufgeschrieben.

4. Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt!

Maximilian Dorner: Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt!

Maximilian Dorner bewegt sich im Rollstuhl fort. Kein Tag vergeht, an dem er sich nicht über das eigene Eingeschränktsein, das Beschränktsein der anderen und oft auch über andere Behinderte oder einen kaputten Lift aufregt. Er schildert seine Beobachtungen und entwirft neue Ideen für den Umgang zwischen Nichtbehinderten und Behinderten.

Noch mehr Sachbücher zum Thema:

Habt ihr noch weitere Empfehlungen? Dann gerne her damit!

Informationen über unsere Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen findet ihr auf unserer Website. Lest mehr über Inklusion bei uns im Blog.

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Marlene

Als Verantwortliche für Online-Kommunikation und digitale Medien in der Erlanger Stadtbibliothek bin ich viel im Netz unterwegs. Den analogen Ausgleich finde ich beim Wandern, Reisen und in der Literatur. #Bettleserin #Couchsurferin #Wikipedianerin

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