Ausstellungsplakat Josef Mayr-Nusser

Ausstellung über Josef Mayr-Nusser

Vom 18. September bis 14. Oktober 2025 ist in der Stadtbibliothek Erlangen eine besondere Wanderausstellung zu sehen. Sie trägt den Titel „Ich kann diesen Eid nicht leisten.“ und erinnert an den Südtiroler Josef Mayr-Nusser – einen Mann, der mit seinem mutigen Nein zu Adolf Hitler ein starkes Zeichen von Gewissen und Zivilcourage setzte.

Ein Leben im Widerstand des Gewissens

Am 4. Oktober 1944 verweigerte Josef Mayr-Nusser, geboren in Bozen, den Eid auf den „Führer“. Aus tiefem christlichen Glauben heraus entschied er, sich nicht an ein Regime zu binden, das Krieg, Gewalt und Unmenschlichkeit verkörperte. Dafür wurde er wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt.

Seine Hinrichtung sollte im Konzentrationslager Dachau erfolgen. Er starb bereits am 24. Februar 1945, während des Transports dorthin, am Bahnhof Erlangen – erschöpft von den Strapazen der Reise.

Erinnerung 80 Jahre nach seinem Tod

Die Ausstellung, die aus der Südtiroler Partnerstadt Bozen nach Erlangen kommt, will 80 Jahre nach seinem Tod das Vermächtnis Josef Mayr-Nussers lebendig halten. Auf zehn Roll-Ups wird seine Geschichte erzählt – und zugleich Raum geschaffen, um sich mit den Fragen von Gewissen, Verantwortung und Mut auseinanderzusetzen.

Symbolfigur der Städtepartnerschaft

Josef Mayr-Nusser ist nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern auch Symbolfigur der Freundschaft zwischen Bozen und Erlangen. Sein Leben und sein Opfer mahnen uns bis heute: Demokratie, Frieden und Menschlichkeit sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie müssen immer wieder neu verteidigt und gelebt werden.

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